Verkehrsmittel

Hier finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Verkehrsmittel in London und Erklärungen und Informationen zu Ihren Besonderheiten.

Auto und Fahrrad

Man kann auch mit dem Auto oder dem Fahrrad durch London fahren. Zu beachten ist aber, dass tagsüber für die Innenstadt eine Maut erhoben wird (Congestion Charge). Zahlt
man diese nicht, kann man den Strafzettel sogar bis nach Deutschland zugeschickt bekommen. Zweiräder fahren kostenlos. Ich würde es mir aber wirklich überlegen, ob man
unbedingt mir seinem Auto in London herumfahren will, da ja zum einen die Maut fällig wird und die Parkplatzgebühren auch noch hinzu kommen.

Dann ist es mit öffentlichen Verkehrsmitteln wahrscheinlich auch wesentlich billiger, entspannter und schneller, als mit dem Auto. Wer dennoch mit dem Auto nach London fahren will, sollte vorher überlegen, ob er oder sie mit dem Stadtverkehr zurecht kommen. An den Linksverkehr gewöhnt man sich nach Angaben von einigen Gefragten allerdings sehr schnell.
Fahrradfahrer sollten natürlich auch bedenken, dass es wie in allen Großstädten nicht ganz ungefährlich ist, sich mit dem Fahrrad fortzubewegen. Es wird derzeit das
Fahrradfahren in London aber gefördert, auch wenn die Infrastruktur noch nicht so gut ausgebaut ist, wie in manchen deutschen Städten oder in Paris.

zu Fuß

Man kann London natürlich zu Fuß erkunden. Dabei kann man natürlich auch viel schönes und interessantes entdecken. Ein Stadtplan sollte hierbei allerdings immer mitgenommen werden.

Schiffe & Fähren

Es gibt auch die sog. Riverboat Services. Dies sind Passagierfähren auf der Themse, die nach festen Fahrplänen fahren. Die Fähren halten auch in der Nähe von einigen Attraktionen in Themsennähe.

Zu beachten ist aber, dass man mit einer Travelcard nicht umsonst die Fähre nutzen kann, sondern nur ein Drittel Ermäßigung beim Fahrpreis bekommt.

Taxi

Bei den Taxis wird davor gewarnt, nicht lizenzierte Taxis zu benutzen. Diese stehen vor allem an größeren Bahnhöfen. Nach Angaben von Transport for London kann es in unlizenzierten Taxis zu sexuellen Übergriffen kommen und der Fahrtarif ist nicht geregelt.

Die lizenzierten Taxis haben auch ein entsprechendes Schild, so dass man diese erkennen kann. Das Taxi fahren in London soll auch nicht so teuer sein und es wird nach Möglichkeit der kürzeste Weg genommen.

Man kann auch ein Minicab bestellen, die man für eine bestimmte Zeit und eine bestimmte Fahrt bucht. Diese sind meistens wohl auch preiswerter.
Für weitere Erfahrungen zum Taxi fahren in London wäre ich sehr dankbar!

Croydon Tramlink

Croydon Tramlink ist ein Straßenbahnnetz mit drei Linien im Süden Londons in und um Croydon. An der Underground Station Wimbledon kann man auf die Straßenbahn umsteigen. Das gesamte Netz ist behindertengerecht ausgestattet. Das Netz liegt in den Zonen 3 bis 5. Die Trams fahren in der Regel auch einen dichten Takt von mindestens 20 Minuten oder höher.

Die Betriebszeiten sind von ungefähr 4:30 Uhr bis Mitternacht (Mo - Sa) und von ca. 6 Uhr bis Mitternacht (Sonntag).

Es verkehren folgende Linien:

Tramlink 1: Croydon - Elmers End
Tramlink 2: Croydon - Beckenham Junction
Tramlink 3: Wimbledon - Croydon - New Addington

National Rail

So etwas wie die Deutsche Bahn gibt es in England eigentlich nicht. Es gibt zahlreiche Betreiber, die die unterschiedlichen Bahnstrecken befahren. Jeder Betreiber fährt in der Regel in eine bestimmte Richtung oder in einem bestimmten Gebiet Englands. Es ist in London so geregelt, dass ein Bahnhof oft von nur einer Gesellschaft angefahren wird. Fast alle Bahnhöfe in der Londoner Innenstadt sind Kopfbahnhöfe (Endbahnhöfe).

Diese Bahnhöfe liegen größtenteils an der Circle Line. Will man zum Beispiel vom Süden Englands in den Norden, so kommt man meistens in einem Bahnhof im Süden Londons an, fährt dann mit der Tube zu einem anderen Bahnhof, von dem man dann seinen Zug Richtung Norden nehmen kann.
Besonders südlich der Themse ist das Netz der Vorortzüge, die man ungefähr mit den deutschen S-Bahnen vergleichen kann dichter ausgebaut, da hier die Gebiete mit der Underground auch nicht so stark erschlossen sind. Die meisten Betreiber der Bahnlinien akzeptieren übrigens keine Oyster Cards mit Pay as you go, sondern nur Oystercards auf denen Travelcards sind. Bei National Rail gibt es noch nähere Informationen dazu und am Ende der Seite eine Auflistung der Strecken, auf denen Pay as you go akzeptiert wird (zur Seite von National Rail).


Es gibt auch einen Eisenbahnanschluss an das internationale Bahnnetz. Der Eurostar verkehrt ab St. Pancras International nach Frankreich und Belgien (Brüssel Midi).

London Overground

Seit November 2007 existiert auch das London Overground Netz. Dies ist auf den Maps in orange-weiß eingezeichnet. Die ehemalige East London Line wird bis 2010 auch in das London Overground Netz integriert und die Zugfrequenzen werden gesteigert, sowie neue Umsteigemöglichkeiten und Stationen geschaffen.

Es werden auch neue Züge beschafft.
Im gesamten Netz werden Oyster Cards akzeptiert und es gelten die selben Preise wie für die Tube. Da die Overground nicht direkt in der Innenstadt fährt, sondern nur um sie herum, sind die Taktzeiten auch nicht so dicht, wie bei der Underground. Offiziell zählt die London Overground zu National Rail, weshalb die aktuellen Verkehrsmeldungen in den Live Travel News auch unter Rail stehen.

Im Normalbetrieb verkehren die Linien wie folgt: Euston - Watford Junction (ab Hatch End sind besondere Fahrkarten erforderlich), Gospel Oak - Barking, Richmond - Stratford und Clapham Junction - Willesden Junction.

Docklands Light Railway (DLR)

Die Docklands Light Railway sind ein vollautomatisches Hochbahnsystem in den ehemaligen Docklands im Osten von London. Das Netz ist auf den Tube maps in grünweiß eingezeichnet. Die Taktzeiten sind ähnlich dicht wie bei der Underground, besonders auf dem stärker befahrenen Ast in Richtung Lewisham. Das System ist im Gegensatz zu Underground ein offenes System, d. h. man muss keine Schranken durchqueren, um in die Stationen zu gelangen.

Besonders ist auch, dass das gesamte Netz behindertengerecht ausgebaut ist. Der wichtigste Umsteigebahnhof zur Underground ist Bank. Der Bahnhof Tower Gateway liegt übrigens einige Meter von der Underground Station Tower Hill entfernt.

Es werden im Normalbetrieb (also wenn keine Bauarbeiten sind) folgende Linien gefahren:

Tower Gateway – Beckton,
Bank – Lewisham,
Bank – King George V,
Stratford – Crossharbour (- Lewisham).

Manche Fahrten können auch schon in Canary Wharf oder Poplar enden.

Bus

Auch weltbekannt sind die roten Londoner Doppeldeckerbusse. Der bekannteste Bus ist wohl der Routemaster. Die Routemaster sind die alten Doppeldeckerbusse, bei denen man noch einfach hinten auf die Platform aufspringen kann. Diese Busse werden aber nur noch als sog. Heritage Service auf den Linien 9 und 15 eingesetzt. Sie fahren von 9:30 bis 18:30 Uhr alle 15 Minuten und kosten keinen Aufpreis.

Oyster Cards müssen beim Begleiter über das Lesegerät gezogen werden. Ansonsten fahren in London modernere Doppeldeckerbusse oder auch normale einfache Busse und Gelenkbusse, wie sie auch in Deutschland eingesetzt werden. Die Buslinien befahren in der Innenstadt ein sehr dichtes Netz. Es gibt jedoch so viele Linien und an größeren Knotenpunkten auch sehr viele Haltestellen, dass das Busnetz für den normalen Touristen oft sehr verwirrend ist. Die Busse fahren – besonders in den äußeren Bezirken – auch nicht so oft, sodass man schon mal etwas länger warten muss. Um einem Bus zu zeigen, dass er halten soll, streckt man in der Haltestelle einfach die Hand heraus. Dies ist in England bei Bussen generell so üblich. Macht dies kein Fahrgast, kann es sein, dass der Bus an der Haltestelle vorbei fährt. Zum Aussteigen muss man in den Bussen auf die Knöpf drücken. Busse fahren in
London rund um die Uhr, wobei ab ca. 1 Uhr das Nachtnetz das Tagnetz ablöst.

Neben den Stadtbussen gibt es auch noch ein innerbritisches Busnetz, das viele Städte miteinander verbindet. Auch innereuropäische Linienbusse fahren London an. Ein großer Busbahnhof für solche Verbindungen ist zum Beispiel die Victoria Bus Station.

London Underground (Tube)

Viele Menschen denken bei der Underground zunächst an das bekannte Underground Schild, auch „Roundel“ genannt. Die Tube ist eines der zuverlässigsten und auch schnellsten Transportmittel, um sich in London fortzubewegen.

In der Innenstadt erreicht man die meisten Orte problemlos mit der Underground und einem anschließendem kleinen Fußmarsch. Die Züge fahren in einem Takt von wenigen Minuten. Man sollte sich aber schon auf sehr voll gepackte Züge und Stationen besonders in der Hauptverkehrszeit (peak) einstellen.

Morgens kann man diese umgehen, indem man einfach zunächst nicht Tube fährt oder bis ca. 9:30 Uhr wartet, wenn die meisten Leute schon bei der Arbeit sind.
Im Sommer wird es in der Underground auch oft sehr heiß und man sollte deshalb immer genug zu trinken dabei haben. Für behinderte Menschen ist auf Grund von vielen Treppen und Rolltreppen der Zugang auch oft sehr schwer oder gar unmöglich. Das Netz ist auf Grund seines Alters nur sehr eingeschränkt für behinderte Menschen zugänglich.